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Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Kaum eine andere im mitteleuropäischen Raum hat
eine vergleichbar bewegte
historische Vergangenheit wie sie.

Einst Kaiserresidenz, Hansestadt und preußische Festung wurde Magdeburg immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht. Doch auch immer wieder gab sie sich eine neue Zukunft und wurde neu aufgebaut, wobei der Pflege und Erhaltung der kulturellen Güter ein ganz besonderer Stellenwert zukam.

Die Namensherkunft leitet sich von den ältere Formen des Namens Magdeburg: ad Magadoburg, oder Magathaburg vom10. Jahrhundert ab. Das Grundwort Burg stellt hier das gleichnamige Bauwerk dar, im Bestimmungswort steckt wahrscheinlich ein germanisches Adjektiv magaþ, das sich als „groß“ übersetzen lässt.

Magdeburg liegt an der mittleren Elbe über altem Kulturboden und bildet das Zentrum der Region Magdeburg und der Börde. Die Stadt erstreckt sich vornehmlich am westlichen Hochufer des Stroms an einer Geländestufe, die durch den Domfelsen gebildet wird. Magdeburg ist eine der wenigen Städte der Norddeutschen Tiefebene, die auf Fels gegründet ist. Teilweise liegt das Stadtgebiet auf einer langgestreckten Insel zwischen der „Strom-Elbe“ und der „Alten Elbe“ sowie am flachen östlichen Ufer des Flusses.

Das Magdeburger Stadtwappen zeigt in Silber eine gezinnte rote, schwarz gefugte Burg mit zwei spitzbedachten Türmen, geöffnetem goldenen Tor und hochgezogenem schwarzen Fallgatter; zwischen den Türmen wachsend eine grün bekleidete Jungfrau (Magd), in der erhobenen Rechten einen grünen Kranz empor haltend.

Das Siegel dokumentierte formal die Rechtsfähigkeit der städtischen Gemeinde. Erstmals wurde es 1244 erwähnt. Eine Urkunde von 1438 ist mit diesem Siegel versehen. Auch blieb es an der Rechtszuweisung für Breslau von 1261 erhalten. Die Inschrift lautet:

+ SIGILLVM BVRGENSIUM IN MAGDHEBVRCH

(= Siegel der Bürger in Magdeburg).

Magdeburg wurde 805 erstmals im Diedenhofer Kapitular Karls des Großen als Magadoburg erwähnt und war Kaiserpfalz unter Kaiser Otto I. 919 befestigte Heinrich I. der Vogler Magdeburg gegen die Magyaren und Slawen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Magdeburg durch kaiserliche Truppen unter dem Feldherrn Tilly der Katholischen Liga am 20. Mai 1631 erobert und anschließend nieder gebrannt. Dieser Vorgang erlangte auch unter dem Begriff Magdeburgisieren traurige Berühmtheit. Dabei wurden bis auf wenige tausend Menschen die Einwohner durch die einrückenden Truppen sowie den Brand getötet. Die Stadt wurde weitgehend zerstört und fast völlig entvölkert. Mit etwa 20.000 Toten gilt dies als das größte Einzelmassaker des Dreißigjährigen Krieges.

1807 wurde die Stadt vorübergehend dem Königreich Westfalen angegliedert und wurde Sitz des Elbdepartements. Nach dem für Napoleon verlorengegangenen Krieg ging Magdeburg 1814 wieder an Preußen und wurde 1816 Hauptstadt der Provinz Sachsen sowie Sitz des Regierungsbezirks Magdeburg und des Landkreises Magdeburg. 1824 wurde die Magdeburger Börse gegründet. 1828 entstand der Stadtkreis Magdeburg.

Im Jahr 2005 wurde mit zahlreichen Veranstaltungen unter dem Motto Magdeburg 12hundert das Jubiläum der Stadt gefeiert. Zentrale Veranstaltung war der Festakt im Dom am 7. Mai 2005 mit der erstmaligen Verleihung des Kaiser-Otto-Preises der Stadt Magdeburg an Altbundespräsident Richard von Weizsäcker.

 

 
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